Naturtrüber Apfelessig

 
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Wie sind wir zur Herstellung von Apfelessig gekommen ?

Vor vielen Jahren habe ich mich mit meiner ehemaligen Sportlehrerin unterhalten. Ich wunderte mich über die großen Mengen an frisch gepressten Apfelsaft die sie sich bei uns in einem großen Kanister regelmäßig abfüllen ließ. Ja, sie brauchte den frischen Saft für die Herstellung von Apfelessig. Ich konnte es kaum glauben, diese Mengen. Aber sie trank ihn verdünnt mit Wasser und unter Zusatz von Honig. Sie schilderte den hohen gesundheitlichen Wert des Apfelessigs und rieb sich täglich den ganzen Körper damit ein. Heute ist sie weit über 90, sieht jünger aus und holt immer noch den frischen Saft für die Essigbereitung.

Damals hatte ich noch nicht so viel Interesse an der Apfelessigherstellung. Irgendwann brachte sie mir aber eine“ Essigmutter“ mit. In einem Marmeladenglas lag ein glibberiges und bräunliches Etwas. Ihren Rat beherzigend –schließlich war es einmal meine liebe Sportlehrerin- gab ich diese Masse in einen 10l Kanister mit frischem Apfelsaft. Über die Öffnung befestigte ich ein Geschirrtuch, um genug Sauerstoff für die Umwandlung von Saft in Essig in den Kanister zu lassen und die Essigfliegen fern zu halten. Der Kanister wurde in die Küche gestellt und sich selbst überlassen. Nach ca. vier Wochen bereitete sich ein „Gestank“ nach Azeton in der Küche aus-unbeschreiblich. Zunächst wusste ich nicht wo der Geruch herkam. Als ich merkte, dass es der Inhalt des Kanisters war brachte ich ihn erst einmal schleunigst in den Keller. Für meine Sportlehrerin war das ein ganz normaler Vorgang. Ich sollte den Kanister erst einmal stehen lassen, riet sie mir. Nach ungefähr drei Monaten duftete dann der ganze Keller nach Apfelessig. Die Essigmutter hatte sich noch weiter vergrößert und war jetzt eine richtige dicke Lederhaut geworden. Der Apfelessig schmeckte wunderbar mild. Das war der Anfang, denn jetzt machte ich weiter.n

Zur Herstellung benutze ich nur den naturtrüben frischen Apfelsaft und meine „Essigmutter“.

Der fertige, naturtrübe Apfelessig wird bei uns nicht gefiltert. Die Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralien, Enzyme und natürlich auch die Spurenelemente sollen nicht verloren gehen.

Auf die Erhitzung des Apfelessigs verzichten wir ebenfalls. Wir möchten die wertvollen Inhaltsstoffe und die „Essigmutter“ nicht zerstören.

Da der Apfelessig bei uns weder gefiltert noch erhitzt wird bleibt die „Essigmutter“ am Leben. Sie lässt den Essig weiter reifen, wodurch der Geschmack noch weiter verbessert wird. Bei mir im Keller steht ein Essig, der mittlerweile 23 Jahre alt ist. Sein spezieller Geschmack ist unglaublich gut. Wir trinken ihn als Aperitif-nur zu besonderen Gelegenheiten.

Unser naturtrüber Apfelessig reift durch die „Essigmutter“ weiter. Schlieren oder gallertartige Bestandteile die sich im Essig bilden, bestehen aus Essigsäurebakterien und sind die sogenannte „Essigmutter“. Durch den naturtrüben ungefilterten Essig können sich Ablagerungen am Boden (Bodensatz)bilden.

Die Essigmutter kann mit genossen werden.

Ein Buch über das natürliche Heilmittel Apfelessig kann ich Ihnen nur empfehlen, Sie werden Apfelessig lieben lernen.

Nun noch ein letzter Tipp. Haben Sie Weinreste, so geben Sie einfach etwas von unserem naturtrüben Apfelessig hinein und verschließen Sie die Flasche mit einem sauberen Tuch. Sie werden nach einiger Zeit leckeren Weinessig bekommen. Achten Sie aber darauf, dass der Wein keine Haltbarkeitsmittel enthält.

Diese Sulfite töten die Essigsäurebakterien ab.